Willkommen zum ersten virtuellen Alumni-Stammtisch!

Unsere Abteilung Deutsch-Japanischer Jugendaustausch hat am 23. April 2021 seinen ersten virtuellen Alumni-Stammtisch organisiert. Viele ehemalige Teilnehmende der JDZB-Austauschprogramme trafen sich digital. Über einen Tag voller Herzklopfen und Freudentränen berichtet MAKINO Hitomi.

Freitag, 23. April 2021, 18:30 Uhr. Doki-doki! So klingt das Herz auf Japanisch, wenn es vor lauter Aufregung laut klopft. Doki-doki! Meine Kollegin Nauka und ich sitzen jeweils in unserem Home Office, jeweils vor einem Laptop, im virtuellen Stammtischraum und sind so was von aufgeregt – doki-doki!

Wir haben auch allen Grund dazu, denn wir warten auf unsere Gäste, um die 70 Deutsche und eine in Deutschland lebende Japanerin, alle Alumni unserer drei deutsch-japanischen Austauschprogramme, die sich zum ersten virtuellen Alumni-Stammtisch angemeldet haben. Aber würden denn auch alle tatsächlich dabei sein? Waren nicht viele bereits „zoom-müde“? Würden einige nicht doch das schöne Wetter nutzen, um draußen spazieren zu gehen? Was, wenn die Technik versagt?

Vor lauter Aufregung werden meine Kollegin und ich albern, als plötzlich ein „ding-dong!“ den ersten Gast im virtuellen Warteraum ankündigt.

„Ein Gast! Ein Gast!“ rufen wir gleichzeitig. „Los, lass sie schnell rein“, „Warte, ich muss noch meinen virtuellen Hintergrund ändern!“ und schon folgt das nächste „ding-dong!“ und dann ein endloses „ding-dong, ding-dong, ding-dong!“. In einer unglaublichen Geschwindigkeit füllt sich der Bildschirm mit vielen lieben bekannten Gesichtern und wir kommen mit dem Begrüßen kaum hinterher: „Wow, Ines! Hallo Olli! Hallo Tanja! Das gibt’s nicht, Petra! Toll, dass ihr alle da seid! Willkommen, willkommen!“, „Konnichiwa, Nauka und Hitomi!“ „Hi, Du auch hier!“. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle angemeldete Alumni am virtuellen Stammtisch!

Es ist unglaublich schön. Alumni aus den Programmjahren 2000 bis 2019 sind dabei. Mit einigen ist es tatsächlich das erste Wiedersehen nach Jahrzehnten: „Ist das wirklich 10, 15, sogar 21 Jahre her, dass wir in Japan waren?“. Viele der Alumni unterstützen und bereichern auch seit vielen Jahren die deutsch-japanischen Austauschprogramme des JDZB mit ihrem Engagement und ihrer Begeisterung.

Nach einer kurzen Begrüßung füllen wir alle unsere Gläser, um uns zuzuprosten, dies natürlich auf Japanisch: „Kampai (= Prost)!“. Auch darf ein Gruppenfoto nicht fehlen und so werden drei Screenshots gemacht, um alle im Bild festzuhalten.

Für die Kennlernrunden teilen wir die Alumni automatisch in viele virtuelle Gruppenräume ein. Danach verteilen sie sich selbstständig in die Räume, treffen alte Bekannte wieder oder lernen neue Menschen kennen. „Die 2 Wochen in Japan fühlten sich wie 4 Wochen an, so intensiv war das Programm und der Austausch!“. Sie schwelgen lebhaft in Erinnerungen und tauschen sich über ihre Lieblingserlebnisse aus: „Weißt Du noch?“ „War das bei Euch auch so?“, zeigen Fotos, Videos und ihre Futon- und Tatamimatten. Sie erzählen von Kontakten mit japanischen Alumni oder Gastfamilien. Sie berichten von weiteren Japanreisen, vom Japanischlernen, geben sich gegenseitig Reisetipps zu Japan, erzählen über ihre Berufe, Familien und die Herausforderungen in der Pandemie. Kollegin Nauka und ich hüpfen auch von Raum zu Raum und hören zu. Es ist wunderbar, alle zu sehen und mit vielen zu sprechen oder gemeinsam zu lachen. Wir beantworten auch Fragen zum deutsch-japanischen Austausch in Pandemiezeiten.

Zu später Stunde gibt es auch die Idee einer Alumni-Japanreise: „Wir chartern gleich einen ganzen Flieger für uns alle!“. Ja, das wäre schön. Und schön wäre es, wenn spätestens im nächsten Jahr wieder eine reale Begegnung zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Japan möglich wäre, vielleicht auch ein realer Alumni-Stammtisch.

Um Mitternacht verabschieden wir die letzten Gäste. „Beim nächsten virtuellen Alumni-Stammtisch bin ich auch wieder dabei!“ „Mata ne (= bis bald!)“ „Sayônara (= auf Wiedersehen)“ „Oyasumi nasai (= gute Nacht)“. Ja, der virtuelle Alumni-Stammtisch wird fortgesetzt, und auch bei Gelegenheit gemeinsam mit japanischen Alumni. Bis dahin „Mata ne“ und „Oyasumi nasai“.

Die Alumni waren mit dem Austauschprogramm für junge Berufstätige, junge Ehrenamtliche oder mit dem Studienprogramm für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in Japan. Bei den genannten Austauschprogrammen ist das JDZB auch für das Besuchsprogramm der japanischen Delegation in Deutschland zuständig. Alle Informationen zu den Programmen finden sich hier. Das JDZB führt diese Programme im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch.

Hito_Elch

 

Text: MAKINO Hitomi arbeitet, zusammen mit ihrer Kollegin MIURA Nauka, seit 21 Jahren für den Deutsch-Japanischen Jugendaustausch im JDZB.

 

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