Geschichte des JDZB

Die Stiftung wurde 1985 gegründet.

 

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Vorgeschichte der Institutsgründung

Im November 1983 stattete Bundeskanzler Helmut KOHL dem japanischen Premierminister NAKASONE Yasuhiro einen offiziellen Besuch ab, bei dem die beiden Regierungschefs überein kamen, ein Forum für europäisch-japanische Begegnungen zu gründen, um Wissenschaftlern, Unternehmern und anderen Vertretern beider Länder und Kulturen Möglichkeiten zum Dialog und zur Zusammenarbeit zu geben.
Bei einem Symposium in Kyōto über die Möglichkeiten zur Realisierung des Projektes wurden bereits viele Vorschläge unterbreitet, die das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin später realisierte und die Eingang in die Richtlinien der Stiftung fanden; im japanischen Haushalt wurden Mittel zur Evaluierung des Projektes bereitgestellt. Am Rande des Wirtschaftsgipfels 1984 in London vereinbarten schließlich die beiden Regierungschefs die Einsetzung einer deutsch-japanischen gemischten Kommission, die noch im Herbst des gleichen Jahres in Berlin und in Tōkyō zusammentrat und die Eckpunkte für ein Abkommen erarbeitete. Dieses deutsch-japanische Regierungsabkommen wurde am 1. März 1985 unterzeichnet, nachdem bereits am 15. Januar desselben Jahres die Stiftung Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin (JDZB) ins Leben gerufen worden war.
Mit diesem Abkommen verpflichtete sich die japanische Seite, das Gebäude seiner ehemaligen Botschaft in Berlin-Tiergarten in renoviertem Zustand zur Verfügung zu stellen, die deutsche, das Stiftungskapital bereitzustellen, und beide Seiten, die laufenden Kosten zu gleichen Teilen zu tragen. Das Land Berlin trat in die Verpflichtungen der Bundesregierung ein und entrichtete das anfängliche Stiftungskapital von damals 15 Millionen DM. Im Frühjahr 1985 konnte das Sekretariat des JDZB in einem Büro am Kurfürstendamm seine Arbeit aufnehmen.

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Die ersten Jahre

Das ehemalige japanische Botschaftsgebäude in Berlin-Tiergarten wurde nach dreijährigen Umbauarbeiten vom JDZB genutzt. Im November 1987 wurde die Einweihung des Gebäudes als Teil der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin mit mehreren Symposien, Konzerten, einer Ausstellung und einem Festakt begangen, an dem u.a. der heutige Kaiser, Seine Kaiserliche Hoheit Prinz NARUHITO, der amtierende Bundespräsident Bernhard VOGEL und der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Dr. Karl-Heinz NARJES als Ehrengäste teilnahmen.
Im Frühjahr 1988 begann das JDZB seine Arbeit und veranstaltete erste Symposien, Konferenzen, Ausstellungen und Konzerte. Mit einem “Tag der offenen Tür” und anderen öffentlichen Veranstaltungen bemühte sich das JDZB, nicht nur für Fachleute, sondern auch für das interessierte Berliner Publikum und hier lebenden Japanerinnen und Japaner ein Haus der Begegnung zu sein. Insgesamt mehr als zehn Jahre blieb das Botschaftsgebäude in der Tiergartenstraße die Wirkungsstätte der Stiftung.

Highlights 1985-1990

Highlights 1991-1997

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Umzug nach Dahlem

Nach dem Umzugsbeschluss des deutschen Bundestages 1991 war abzusehen, dass die Tage des JDZB in seinem bisherigen Domizil gezählt sein würden, da mit dem Umzug der Bundesregierung auch die japanische Botschaft von Bonn nach Berlin folgen und in das Gebäude in Berlin-Tiergarten ziehen würde. Auf der Suche nach einem neuen Standort bot sich ein Grundstück mit dem Gebäude des früheren Unteroffiziers-Clubs der amerikanischen Streitkräfte in der Saargemünder Straße 2 in Berlin-Dahlem an, das sich im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland befand. 
Nach dem Beginn der Bauarbeiten im März 1997 und dem Richtfest am 27. Oktober desselben Jahres wurde das Gebäude termingerecht fertiggestellt, so dass die Stiftung in der letzten Märzwoche des folgenden Jahres einziehen konnte. Im Juni 1998 wurde das neue Gebäude des JDZB in Anwesenheit von einem der Gründerväter der Stiftung, Premierminister a.D. NAKASONE Yasuhiro, mit einem Festakt eingeweiht.

Highlights 1998-2004

Highlights 2005-2010

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Von Jubiläum bis Pandemie

Das JDZB feierte 2015 sein 30-jähriges Bestehen!
Gegründet 1985 auf Anregung der damaligen Regierungschefs der Bundesrepublik Deutschland und Japans, Helmut KOHL und NAKASONE Yasuhiro, lagen 30 Jahre erfolgreiches Engagement für die Förderung und Vertiefung der japanisch-deutschen und internationalen Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wissenschaft und Kultur hinter uns.
Nach weiteren erfolgreichen Jahren wurde das JDZB 2020 gezwungen, sich mit den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie auseinanderzusetzen – Absagen von Präsenz-Veranstaltungen waren die Folge, aber auch die Chance, mit neuen Formaten wie digital und hybrid durchgeführten Tagungen, virtuellen Ausstellungsrundgängen und dem virtuellen Tag der offenen Tür den neuen Herausforderungen zu begegnen und damit einen weitgehenden Modernisierungsprozess in Gang zu setzen.   

Highlights 2011-2015

Highlights 2016-2020