Symposium: Digitalisierung und die Zukunft von Demokratie und Teilhabe in der Informationsgesellschaft

SCHWERPUNKT: Digitale Transformation

Veranstaltungsdatum

06.02.2018

Ort

JDZB

Konferenzbericht Aktuelle Diskussionen zum Thema Digitalisierung beschwören den Prozess einer neuen Organisationsform diverser Bereiche unseres politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Auch wenn die Art und Weise, in der wir die Folgen der Digitalisierung begreifen, unterschiedlich sein kann, so scheint es zumindest einen Konsens darüber zu geben, dass Digitalisierung ein – wenn nicht das – Charakteristikum unserer Gegenwart ist. In ihr wird ein neuer Raum erschaffen bzw. eine neue Vorstellung, in der physische Interaktionen in der Kommunikation, im sozialen und politis...

Konferenzbericht

Aktuelle Diskussionen zum Thema Digitalisierung beschwören den Prozess einer neuen Organisationsform diverser Bereiche unseres politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Auch wenn die Art und Weise, in der wir die Folgen der Digitalisierung begreifen, unterschiedlich sein kann, so scheint es zumindest einen Konsens darüber zu geben, dass Digitalisierung ein – wenn nicht das – Charakteristikum unserer Gegenwart ist. In ihr wird ein neuer Raum erschaffen bzw. eine neue Vorstellung, in der physische Interaktionen in der Kommunikation, im sozialen und politischen Austausch, im Wirtschaftsbetrieb, in den Medien und in der Unterhaltung durch digital vermittelte Interaktionsformen ersetzt werden.

Die Digitalisierung hat nicht nur die Art und Weise unserer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten verändert, sondern auch – und wahrscheinlich noch wichtiger – unsere Vorstellung eines kollektiven Selbstverständnisses und von Gemeinschaften. Sie manifestiert sich zum Beispiel in der Industrie in der weitverbreiteten Anwendung von Innovation, Automation, Big Data und künstlicher Intelligenz, die durch die Anwendung digitaler Technologien ermöglicht wird, oder in einigen staatlich initiierten Programmen, die die positiven Veränderungen hervorheben, die sich durch weitgehende Digitalisierung bieten (z.B. Industrie 4.0 in Deutschland und Society 5.0 in Japan).

Die Digitalisierung hat eine neue Art von Segmentierung zwischen Individuen, Haushalten, Generationen, Gemeinschaften oder Staaten hervorgebracht. Die sogenannte digitale Kluft beschreibt Ungleichheit in Bezug auf Zugang zu und Nutzung von Informationen und Kommunikationstechnologie. In der heutigen Netzwerk-Gesellschaft bedeutet „abgeschaltet zu sein“ zu Marginalität verurteilt zu sein.

Dieses Symposium thematisiert die Schnittpunkte zwischen digitalem Raum und sozialer Inklusion/Exklusion. Es untersucht dabei die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Implikationen der Digitalisierung, die neuen Trennungslinien zwischen innen und außen, zwischen uns und den anderen, und es behandelt neue Formen von Ungleichheit und Marginalisierung, insbesondere im Hinblick auf den Vergleich zwischen deutschen und japanischen Erfahrungen.

Veranstaltungsdauer

06.02.2018

Ort

JDZB