Rückblick: Tourismus neu denken (19. März 2025)
3. April 2025
Welchen neuen Herausforderungen sehen sich Japan und Deutschland beim Thema Tourismus gegenüber? Wie sehen gute Beispiele für nachhaltigen Tourismus aus? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassten sich die Vortragenden bei dem vom JDZB und der Japan Foundation gemeinsam organisierten Symposium „Tourismus neu denken: Japanische und deutsche Perspektiven zu Herausforderungen, Trends und Nachhaltigkeit“, an dem rund 150 Personen vor Ort im JDZB und online teilnahmen. Alle Beiträge während des Symposiums wurden simultan ins Japanische und Deutsche verdolmetscht.
In ihren Keynote-Vorträgen verdeutlichten die Tourismusexpertinnen Prof. Noriko Yagasaki und Prof. Dr. Anna Klein, dass Japan und Deutschland nach den schwierigen Pandemiejahren 2024 zwar neue Besucherrekorde verzeichnen konnten, sich aber auch neuen Herausforderungen, wie einem Arbeitskräftemangel oder Über-Tourismus, gegenüber sehen. Prof. Dr. Klein erläuterte, wie die Digitalisierung Lösungen für fehlende Arbeitskräfte bieten kann, z.B. in Form von „Smartels“, digital betriebenen Unterkünften mit deutlich weniger Personal vor Ort. Prof. Yagasaki hob den Ansatz der japanischen Regierung hervor, Orte in ländlichen, strukturschwächeren Regionen stärker touristisch zu erschließen, um ökonomische Revitalisierungseffekte anzustoßen und gleichzeitig zu hoher Auslastung von beliebten Reisezielen entgegenzuwirken.
Vier spannende Best-Practice-Beispiele für nachhaltigen Tourismus stellten anschließend Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis vor – im Fokus standen die Orte Regensburg und Ōzu sowie die Regionen Allgäu und Kumano.
In der abschließenden Podiumsdiskussion erörterten die Keynote-Rednerinnen zusammen mit dem Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, Dieter Janecek, und dem geschäftsführenden Vizepräsidenten der Japan National Tourist Organization (JNTO), Tsutomu Wakamatsu, was Japan und Deutschland im Bereich des nachhaltigen Tourismus voneinander lernen können und bekräftigten, dass internationale Reisen kulturellen Austausch fördern und zu mehr Verständigung und gegenseitiger Toleranz zwischen den Menschen beitragen. Am Ende, so das Fazit der Panellisten, können wir uns am besten kennen lernen und voneinander lernen, wenn wir uns gegenseitig in unseren Heimatländern besuchen.
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